Umwelt-, Klima- & Naturschutz
Eine intakte Natur ist die Voraussetzung dafür, dass auch künftige Generationen gut in unserer Gemeinde leben können. Ihr Schutz ist deswegen besonders wichtig. Die durch den Menschen verursachte Erwärmung der Erde ist dabei gleich in mehrfacher Hinsicht eine zusätzliche Herausforderung: Zum einen muss sich unser Ökosystem an die steigenden Temperaturen anpassen, was Tiere und Pflanzen unter Stress setzt und den Rückgang der Artenvielfalt beschleunigt. Zum anderen erfordert der Umstieg auf eine Stromproduktion aus Wind und Sonne Eingriffe in die Natur durch den Bau von Windkraft- und Solaranlagen. Das macht sorgfältige Abwägungen mit jeder einzelnen Entscheidung notwendig.
Das Integrierte Klimaschutzkonzept bietet für Verwaltung, Wirtschaft und die Menschen in Rastede eine gute Orientierung, wie der Umstieg auf klimaneutrales Wirtschaften gelingen kann. Wir setzen uns dafür ein, dass für die Umsetzung der im Konzept beschriebenen Maßnahmen ausreichende Mittel bereitgestellt werden.
Ein wichtiges Instrument für den Schutz und die Wiederherstellung der Natur ist die EU-Wiederherstellungsrichtlinie. Wir setzen uns dafür ein, dass die Gemeinde diese Richtlinie bei allen Entscheidungen berücksichtigt.
Rastede hat einen hohen Anteil an Torfböden, die für den Klima- und Naturschutz eine überragende Bedeutung haben: Nasse Torfböden können CO2 aus der Atmosphäre binden und so zum Klimaschutz beitragen. Moore sind einzigartige Ökosysteme und bilden den Lebensraum für seltene und vom Aussterben bedrohte Arten.
Exkurs: Moor, Torf und das Klima
Moore sind mit ihren Torfböden natürliche Kohlenstoffspeicher. Die meisten Moore in Rastede sind allerdings in den vergangenen Jahrhunderten trocken gelegt worden, um die Böden landwirtschaftlich nutzen zu können. Dadurch wird der Torf aber abgebaut. CO2 entweicht in die Luft und trägt damit erheblich zur Erderwärmung bei. In ganz Niedersachsen macht das in etwa so viel aus wie die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrssektor. Deswegen ist es wichtig, Torfböden wieder zu vernässen, denn das stoppt den Abbau des Torfs.
Die Wiedervernässung der Moore ist notwendig, aber eine große Herausforderung, die nur zusammen mit den Landwirt:innen bewältigt werden kann. Sie brauchen eine langfristige Perspektive, wie sie trotz Wiedervernässung ihren Lebensunterhalt verdienen können. Dabei ist die Gemeinde auf die Unterstützung durch Bund und Land angewiesen. Das vom Landkreis Wesermarsch geplante Leuchtturmprojekt zur Wiedervernässung im Ipweger Moor unterstützen wir deswegen. Außerdem sollte geprüft werden, ob die einzelnen Naturschutzgebiete im Ipweger Moor vergrößert oder zu einer miteinander verbundenen Fläche zusammengeführt werden können.
Neben dem Schutz der Moore setzen wir uns dafür ein, Bäume in unserer Gemeinde besser zu schützen. Sie wandeln nicht nur CO2 aus der Atmosphäre in Sauerstoff um, sondern spenden auch Schatten und sorgen durch Verdunstung für Abkühlung. Bäume sind deswegen besonders wichtig, um mit den Folgen der Erderwärmung umgehen zu können.
Der Naturschutz in Rastede wird in großen Teilen von ehrenamtlichem Engagement getragen. Dieses Engagement wollen wir weiter unterstützen und stärken.